IP STARS: Was ist das und wie kommt Ihre Kanzlei hinein?
IP STARS ist das IP-Ranking von Managing IP — und eines der wenigen, bei denen die Teilnahme nichts kostet und ein bezahltes Profil das Ergebnis nachweislich nicht beeinflusst. Diese Seite erklärt, wie die Recherche abläuft, welche Fristen gelten, wie viele Fallstudien erwartet werden und warum ein verlorenes Verfahren der Bewertung nicht schadet.
Managing IP beschreibt IP STARS als „ein exklusives Jahreswerk auf Basis eines sechsmonatigen Rechercheprojekts, das jedes Jahr im September beginnt“. Die Recherche deckt „mehr als 70 Jurisdiktionen“ ab.
Das Wichtigste in drei Punkten
- 1Die Teilnahme kostet nichts — und Geld kauft kein Ranking„Es fallen keine Kosten oder Gebühren für die Teilnahme an unserer Recherche an.“ Und weiter: „Keine Kanzlei und keine Person kann dafür bezahlen, gerankt zu werden oder die Ergebnisse zu beeinflussen.“ Ein bezahltes Profil im Handbuch oder auf der Website ist möglich, beeinflusst das Ranking aber nach ausdrücklicher Aussage von Managing IP in keiner Weise.
- 2Das Portal öffnet am 1. September, die Frist ist der 31. OktoberFällt die Frist auf einen Samstag oder Sonntag, verschiebt sie sich automatisch auf den Montag. Für die laufende Runde heißt das: Der 31. Oktober 2026 ist ein Samstag, die Frist liegt damit am Montag, dem 2. November.
- 3Ein verlorenes Verfahren schadet nicht„Es spielt keine Rolle, ob Ihr Mandant den Streit gewonnen oder verloren hat. Ein verlorener Fall wirkt sich nicht auf die Bewertung Ihrer Kanzlei aus.“ Bewertet werden Aktivität, Qualität der Leistung sowie Niveau und Breite der Arbeit.
Woher die Bewertung kommt
Die Rankings beruhen auf einer gewichteten Prüfung dreier Quellen: den Angaben der Kanzleien, öffentlich verfügbaren Informationen und Rückmeldungen aus dem Markt. Anders als bei Rankings, die fast nur das Einreichungsformular auswerten, recherchiert das Analystenteam zusätzlich selbst.
| Quelle | Was Managing IP dazu sagt |
|---|---|
| Angaben der Kanzleien | Das Einreichungsformular mit Fallstudien, Team und Client Referees |
| Marktrückmeldungen | „Die Rechercheanalysten in London, New York und Hongkong holen jedes Jahr Informationen von tausenden Kanzleien, IP-Praktikern und deren Mandanten ein — über Interviews, E-Mails und Online-Umfragen.“ |
| Eigene Recherche | „Analyse öffentlich verfügbarer Informationen wie Gerichts- oder Amtsdaten sowie der Daten, die wir bereits über Kanzleien haben.“ |
Der Zeitplan
| Zeitpunkt | Was passiert | Was Ihre Kanzlei tun sollte |
|---|---|---|
| 1. September | Das Einreichungsportal öffnet, die sechsmonatige Recherche beginnt | Zugang klären, Fallstudien des Jahres sichten, Client Referees ansprechen |
| 31. Oktober | Einreichfrist. Fällt sie auf ein Wochenende, gilt automatisch der folgende Montag | Formular je Land abgeben, Referees vorab informieren |
| danach | Interviews und Marktumfragen laufen weiter | Erreichbar bleiben; verspätete Einreichungen „werden möglicherweise nicht berücksichtigt“ |
Was in die Einreichung gehört
- Fallstudien aus den letzten 9 bis 12 Monaten. Managing IP erwartet Arbeiten aus den neun bis zwölf Monaten vor dem Recherchestart im September.
- Möglichst neue Fälle. „Reichen Sie möglichst Fallstudien ein, die Sie nicht bereits zuvor eingereicht haben“ — es sei denn, in der Sache ist seither etwas geschehen.
- Als Richtwert 15 Fallstudien je Praxisbereich. Verpflichtend ist das nicht, aber: „Von noch nicht gerankten Kanzleien und von Kanzleien, die sich in einem Bereich verbessern wollen, kann man vernünftigerweise mindestens 15 Fallstudien in diesem Bereich erwarten.“
- Ein Formular je Land. Die Fallstudien müssen von Berufsträgern bearbeitet oder zumindest geführt worden sein, die in diesem Land sitzen.
- Client Referees, die vorher gefragt wurden und antworten wollen.
Die Praxisbereiche
Elf Bereiche werden erhoben, nicht alle in jeder Jurisdiktion. Die Zuordnung ist weiter gefasst, als der Name vermuten lässt.
| Bereich | Was darunter fällt |
|---|---|
| Prosecution (Patente, Marken) | Schutz und Eintragung, Portfolio-Strategie, Amtsverfahren wie Einsprüche und Beschwerden. „Insbesondere in Europa berücksichtigen wir auch Arbeit bei regionalen Ämtern wie dem EPA.“ |
| Disputes (Patente, Marken) | Alle Streitigkeiten und Durchsetzung — unabhängig davon, ob es zur Verhandlung kam. Amtsverfahren zählen hier normalerweise nicht. Regionale Gerichte wie der EuGH werden berücksichtigt |
| Copyright & related rights | Urheberrecht samt Datenbank-, Leistungsschutz- und Senderechten, auch Designarbeit, wo einschlägig |
| Life sciences IP | IP und begleitende Regulierung im Pharma- und Life-Sciences-Bereich, etwa Schutzzertifikate und Marktexklusivität |
| ITC litigation / PTAB litigation | Verfahren vor der US-Handelskommission bzw. USPTO-Verfahren, insbesondere Inter Partes Review |
| IP transactions | Verkauf und Lizenzierung von Schutzrechten, Forschungskooperationen, Technologietransfer |
| Trade secrets · Design · Domain name disputes | Geschäftsgeheimnisse, eingetragenes und nicht eingetragenes Design, Domainstreitigkeiten |
| Intellectual property | Die Sammeltabelle über die gesamte IP-Arbeit einer Kanzlei |
IP STARS im Vergleich zu Chambers und The Legal 500
| IP STARS | Chambers / The Legal 500 | |
|---|---|---|
| Grundlage | gewichtete Prüfung aus Einreichung, Marktrückmeldung und eigener Recherche | Einreichung plus Client Referees |
| Fallstudien | Richtwert 15 je Praxisbereich, aus den letzten 9 bis 12 Monaten | je nach Ranking und Rechtsgebiet unterschiedlich |
| Frist | 31. Oktober, bei Wochenende der folgende Montag | eine Frist je Rechtsgebiet und Jurisdiktion |
| Reichweite | über 70 Jurisdiktionen, ausschließlich IP | alle Rechtsgebiete, nach Ländern getrennt |
| Voraussetzung | Büro und IP-Team im jeweiligen Land | Büro im jeweiligen Land |
Ausführlich zu den anderen: Chambers and Partners erklärt, Legal 500 erklärt und JUVE Ranking erklärt.
Häufige Fragen zu IP STARS
Was kostet die Teilnahme an IP STARS?
Nichts. Managing IP schreibt ausdrücklich: „Es fallen keine Kosten oder Gebühren für die Teilnahme an unserer Recherche an.“ Ein bezahltes Profil ist möglich, beeinflusst das Ranking aber nach eigener Aussage in keiner Weise.
Wann ist die Frist?
Der 31. Oktober. Fällt dieser auf einen Samstag oder Sonntag, verschiebt sich die Frist automatisch auf den Montag. Das Portal öffnet jeweils am 1. September.
Wie viele Fallstudien brauchen wir?
Verpflichtend ist keine Zahl. Managing IP hält mindestens 15 je Praxisbereich für angemessen, wenn eine Kanzlei noch nicht gerankt ist oder sich verbessern will.
Aus welchem Zeitraum dürfen die Fälle stammen?
Aus den neun bis zwölf Monaten vor dem Recherchestart im September. Bereits früher eingereichte Fälle sollten nur wiederholt werden, wenn es neue Entwicklungen gab.
Schadet ein verlorener Fall?
Nein. „Ein verlorener Fall wirkt sich nicht auf die Bewertung Ihrer Kanzlei aus.“ Bewertet werden Aktivität, Qualität und Breite der Arbeit.
Können wir das Chambers- oder Legal-500-Formular verwenden?
Managing IP rät ausdrücklich davon ab. Wer es dennoch tut, muss Felder und Seiten an das eigene Formular angleichen und auf den Zeitraum achten.
Können Einzelanwälte teilnehmen?
Ja. „Unsere Recherche steht allen Kanzleien und IP-Praktikern offen“ — unabhängig von der Größe.
Können wir in einem Land gerankt werden, in dem wir kein Büro haben?
Nein. „Wir können Ihre Kanzlei nicht in einer Jurisdiktion ranken, in der Sie kein Büro und kein IP-Team haben.“
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