Legal 500 EMEA 2027: Neues Einreichungsformular – mögliche Umstellungen bei automatisierten Workflows und Copy-Paste-Prozessen
Legal 500 hat für den Einreichungszyklus 2027 ein überarbeitetes EMEA-Submission-Formular und ein aktualisiertes Referee-Sheet ausgegeben. Die Änderungen wirken auf den ersten Blick technisch, haben aber unmittelbare Auswirkungen auf Kanzleien, die Inhalte zwischen Rankings wiederverwenden – etwa wenn Daten aus einer Chambers-Einreichung oder aus dem Vorjahresbogen übernommen werden. Insbesondere können sich für bestehende automatisierte Workflows und eingespielte Copy-Paste-Prozesse durch das neue Format Umstellungen ergeben.
Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick
1. Neue Ausfülltechnik: Inhaltssteuerelemente statt freier Tabellen
Der auffälligste Unterschied betrifft die Art, wie das Formular befüllt wird. Das 2026er-Formular bestand aus klassischen Word-Tabellen; zusätzliche Zeilen wurden per Rechtsklick → „Insert row below“ eingefügt. Das 2027er-Formular arbeitet mit echten Word-Inhaltssteuerelementen – jedes Eingabefeld zeigt nun „Click or tap here to enter text“ bzw. „Enter text here“, und neue Zeilen werden über einen „+ Button“ am rechten Rand hinzugefügt. Auch das frühere „please copy this page“ für zusätzliche Partner und Associates ist dem „+ Button“ gewichen.




Für die Praxis heißt das: Wer gewohnt war, Texte einfach in Tabellenzellen zu kopieren oder per Skript zu befüllen, muss umdenken. Inhaltssteuerelemente verhalten sich beim Einfügen von Inhalten anders als freie Zellen.
2. Aktualisierte Länder- und Rechtsbereichslisten
Das Referee-Sheet 2027 hat im Dropdown der Jurisdiktionen einen Austausch vorgenommen: Botswana und Zimbabwe sind neu hinzugekommen, während Afghanistan und Andorra entfallen sind (jeweils 80 Jurisdiktionen). Zusätzlich wurden in zahlreichen Ländern die Rechtsbereiche erweitert bzw. neu zugeschnitten (etwa High-End-/Mid-Market-Aufteilungen). Wer die exakte Bezeichnung eines Rechtsbereichs aus dem Vorjahr übernimmt, sollte prüfen, ob diese im 2027er-Dropdown unverändert existiert.

3. Sprachliche und strukturelle Feinheiten
Durchgängig spricht das neue Formular von „The Legal 500“ statt „Legal 500“. Der Hinweis „(This will be published in full)“ bei publizierbaren Mandanten ist entfallen. Außerdem fehlt im 2027er-Bogen der bisherige Template-Versionsstempel (zuvor: „Template Version: 20/5/2025 – EMEA 2026“).
Warum das gerade beim Datentransfer zwischen Rankings relevant ist
Viele Kanzleien arbeiten effizient, indem sie Inhalte über mehrere Rankings hinweg wiederverwenden: Eine Matter-Beschreibung, die für Chambers verfasst wurde, wandert in die Legal-500-Einreichung; eine Referee-Liste wird einmal gepflegt und mehrfach genutzt. Genau hier entsteht durch das neue Formular Reibung: Wer ganze Tabellen oder Zellblöcke 1:1 aus einem Chambers-Word-Dokument übernimmt oder Skripte bzw. Makros auf die bisherige Tabellenstruktur gebaut hat, muss diese prüfen und gegebenenfalls anpassen – reines Einfügen von Text in die Felder funktioniert weiterhin; Vorjahresinhalte sind nicht 1:1 übertragbar; und Referee-Daten müssen vor der erneuten Einreichung gegen die neuen Dropdown-Werte geprüft werden. Bereits vorhandene Referee-Datenbanken können zudem Jurisdiktionen (etwa Afghanistan oder Andorra) oder Praxisbereiche enthalten, die im neuen Dropdown nicht mehr vorgesehen sind. Und KI- oder skriptbasierte Chambers-zu-Legal-500-Transferprozesse, die auf der bisherigen Tabellenstruktur konfiguriert wurden, sollten vor dem nächsten Einreichungszyklus getestet werden.
Empfehlung für die Praxis
Verwenden Sie für den 2027er-Zyklus ausschließlich das aktuelle Formular und das aktuelle Referee-Sheet. Übernehmen Sie Inhalte aus Vorjahres- oder Chambers-Dokumenten bewusst und feldweise – nicht durch pauschales Kopieren ganzer Tabellen. Prüfen Sie jede Rechtsbereichsbezeichnung und jeden Länderwert gegen die neuen Dropdowns. So vermeiden Sie, dass eine inhaltlich starke Einreichung an einem Formatfehler scheitert.
- DLA PIPER: "...können das Team von Law Business sehr empfehlen."
- EVERSHEDS SUTHERLAND: "...Law Business hat uns geholfen, unsere Platzierungen bei Top-Rankings zu verbessern...."
- FRESHFIELDS: "...kennen die Materie sehr gut...haben unsere Equity Partner beeindruckt."
- TAYLOR WESSING: "...kennen den Rechtsmarkt ausgezeichnet ."